Die Perser
Die Perser von Aischylos: Das älteste erhaltene Stück der Weltliteratur, eine Tragödie, ist ab Oktober am Schauspielhaus zu sehen. Regie führt Stefan Pucher, der bereits in der vergangenen Spielzeit ein Händchen für shakespearsche und antike Menschheitsdramen hatte. «Die Perser» handelt von einer bitteren Schlacht und ihren Folgen. Aischylos lehrt uns den Krieg und seine Grausamkeit. Es geht um die Auslöschung der Perser, um das Ableben von Macht, um menschliche Schwächen und Unvernunft und letztlich um die Ohnmacht, wenn ein Volk begreift, dass es ausgespielt hat.
Der Tatort: Die Schlacht bei Salamis, 480 v. Chr. Die Täter: Perser und Griechen. Resultat: Die Perser verlieren gegen die jahrelang unterdrückten Griechen. Genugtuung, sozusagen. Rache. Kurz: es geht um das menschliche Streben nach Macht, resultierend in Vernichtung. Durs Grünbein nennt das Stück einen «organisierten Nervenzusammenbruch». Ein Fiasko also. Aischylos, der selbst an griechischer Front kämpfte, legt dies aus persischer Sicht offen. Ein Grieche, der die Sicht des Feindes einnimmt und dadurch ins eigene Spiegelbild blickt. Täter- und Opferrollen verschwimmen. Aischylos schlussfolgert: Der Sieger wird bald wieder zum Besiegten, der Besiegte zum Sieger. Die Niederlage wird gerächt, der Kreis beginnt von neuem, die Geschichte nimmt ihren Lauf.
Pucher wird der aktuellen Relevanz dieses uralten Stücks nachgehen. Der Kern dürfte sein, uns einmal mehr aufzuzeigen, dass früher doch nicht alles anders war. Was bleibt ist die Gewissheit, dass manches nie verjährt und der Glaube an Nicht-Wiederholung sich als fataler Irrglaube herausstellt.
Was: Die Perser – Theaterstück
Wann: 22. Oktober, 20 Uhr
Wo: Schauspielhaus Pfauen
Verlosung: 3 × 2 Tickets,
Teilnahmefrist: bis am 10. Oktober


zu-beachten:-perser-sind-keine-araber-sondern-mit-europnern-und-indern-verwandt.
faramarz - Dienstag, 25-11-08 15:04Die Iranischen Völker (auch Iranier oder, in der Fachliteratur üblich, Iraner genannt) sind eine Völkergruppe der indogermanischen Völkerfamilie aus der Untergruppe der Indoiraner, gehören dem "Iranischen Kulturraum" an und sprechen Iranische Sprachen. Dabei ist zwischen dem Angehörigen des "Kulturraumes Iran" und dem Staatsbürger des Staates Iran (siehe Iraner) zu unterscheiden. Zwar wird in der heutigen Literatur teilweise auch Iranier verwendet, um den Angehörigen der Völkergruppe und den Staatsbürger des Staates Iran zu unterscheiden. Dennoch werden in der Umgangssprache "Iranier" und "Iraner" oft unterschiedslos verwendet. Früher benutzte man für diese Völkergruppe den Namen Arier, während man die Eroberer Indiens Indoarier nannte (um sie von der nicht-arischen Bevölkerung Indiens zu unterscheiden). Doch aufgrund des Missbrauchs des Wortes durch den deutschen Nationalsozialismus findet man heute in der westlichen Literatur nur noch den Begriff Iranier bzw. Iraner. Im persischen Sprachraum ist das Wort Arier immer noch in Gebrauch und wird auch als Selbstbezeichnung immer beliebter.