Das verdienst du ein Jahr nach dem Studium
Ein Blick in die Statistik zeigt: Wirtschaftsstudierende der Universität Zürich verdienen kurz nach dem Studium das schnellste Geld.
Rund 78’000 Franken pro Jahr verdient der Durchschnittsstudierende im ersten Jahr nach Abschluss eines Studiums an der Uni Zürich. Allerdings sind die Differenzen je nach Fachbereich relativ gross: Während Wirtschaftswissenschaftler pro Jahr durchschnittlich 80’600 Franken verdienen, müssen sich Juristen mit 61’600 Franken zufrieden geben. Das im Vergleich relativ geringe Einkommen der Jura-Absolventen lässt sich dadurch erklären, dass viele von ihnen zur Vorbereitung auf das Anwaltspatent ein einjähriges Praktikum in einem Gericht oder einer Anwaltskanzlei absolvieren müssen.
Aber nicht nur gegenüber den Juristen sind die Wirtschaftsstudenten der Uni Zürich punkto Einkommen top: Sie verdienen kurz nach dem Abschluss im Durchschnitt auch deutlich mehr als die meisten ihrer Kollegen von der ETH, die ein Jahr nach der Diplomfeier im Schnitt mit «nur» 70’900 Franken leben müssen. Das Einkommen der Uniabgänger der international renommierten ETH könnte darum im Vergleich eher tief sein, weil viele unter ihnen, insbesondere solche aus naturwissenschaftlichen Fachbereichen, ihre wissenschaftliche Karriere mit einer Dissertation weiterführen. Andere ETH-Studierende, beispielsweise Architekten, haben nach dem Einstieg in die Berufswelt in finanzieller Hinsicht erfahrungsgemäss einen schweren Stand. Sie werden darum auch von Medizinern und Geistes- und Sozialwissenschaftlern der Uni Zürich (im Schnitt 80’000 bzw. 78’000 Franken pro Jahr) überflügelt. Sorgen bereitet den Geistes- und Sozialwissenschaftlern eher der Einstieg in eine zur Ausbildung passende Branche: Zwar waren schweizweit rund 90 Prozent ein Jahr nach Studienabschluss erwerbstätig. Zu diesem Zeitpunkt haben aber laut eigenen Angaben erst 58 Prozent eine Arbeit im Bereich ihres Studiums gefunden. Dem Nebenjob während des Studiums kommt bei den Phil-1ern deshalb eine wichtige Rolle zu: Rund 15 Prozent setzten die Erwerbstätigkeit, die sie schon während der Ausbildung ausübten, fort. Das sind rund fünf bis sieben Prozent mehr als in anderen Fachrichtungen.
Insbesondere Studierenden der Medizin (89.9 Prozent haben ein Jahr nach Abschluss eine Stelle im Beruf), des Rechts (80.6 Prozent) sowie ETH-Studierenden der technischen Wissenschaften (80.1 Prozent) bereitet der Übergang ins Berufsleben demgegenüber keine allzu grossen Sorgen.
In Zürich gibts das meiste Geld
Eine weitere Statistik zeigt, dass Jungakademiker in der Region Zürich die höchsten Einkommen erzielen. Die durchschnittlichen 78’000 Franken sind im Vergleich zu sechs anderen Regionen (Mittelland, Zentralschweiz, Ostschweiz, Nordwestschweiz, Tessin, Genferseeregion) top. Am wenigsten verdienen die frisch gebackenen Absolventen im Tessin (durchschnittlich 60’000 Franken pro Jahr) und in der Genferseeregion (im Schnitt 65’000 Franken).
