ZS #7/85 - 25.05.2007

Liebe Leserin, lieber Leser

Bei der Philosophischen Fakultät herrscht momentan ein wenig Unruhe. Die Berichterstattung der «ZS» hat nicht allen gefallen, die in die Besetzung des Lehrstuhls Innenpolitik am IPZ involviert waren. Wir möchten die Frage aufwerfen, wie sinnvoll es ist, die Sitzungen geheimzuhalten, während derer di  akademischen Laufbahnen von Wissenschaftlern massgeblich beeinflusst werden. Die Interna aus der Berufungskommission Innenpolitik mussten nicht etwa von der «ZS» hervorgezerrt werden. Schon lange vor Erscheinen der entsprechenden Nummer, waren die Politologie-Studierenden im Bilde.
Bist du eine von denen, die möglichst bald ihren akademischen Effort in bare Münze umgewandelt wissen willst? Karriere in der Privatwirtschaft und fette Saläre? Die Vertreter der Garanten unseres Wohlstandes schicken sich jährlich an, im Rahmen von «Career-Days» und «Polymesse» den akademischen Nachwuchs für ihr Unternehmen zu gewinnen. Wir haben den Rekrutierungsmanagern auf die Finger geschaut und nachgefragt, wie Student sich gescheit zu verhalten hat (S. 8 / 9).
Und während wir unserer Leber auf die Openair-Saison vorbereiten (S. 5 / 11), weinen wir bittere Tränen. Denn dies ist die letzte ZS in dieser Form. Erwarte ab dem kommenden Herbst eine Studentenzeitung, wie du sie noch nie gesehen hast. Wir sind ZS. Servus.

Florian Frey

ZS #6/85 - 27.04.2007

Liebe Leserin, lieber Leser

Nach einem Jahr ZS, einem Bier auf leeren Magen, in der wohl lausten Aprilnacht seit ZS Gedenken, mein erstes Editorial. Fakt ist: Keine Holzkohle im Umkreis von fünf Quadratkilometern, Milan führt zwei zu eins gegen ManU, anliegende weisse Hemden werden wieder als chic taxiert und nebenan entflammt neben der frühlingsbedingten Lust aufs andere Geschlecht eine Diskussion über allfällige Zwischentitel.
Doch wir wären nicht die ZS, wenn es uns nicht trotz Zulieferer-Engpässe gelungen wäre, den Grill anzufeuern und die saftigsten Würste für euch mundgerecht zuzubereiten.
Wir haben uns in diesem Sinne die Grillzange gekrallt und im Interview mit Weltwoche-Chefredaktor und Besitzer Roger Köppel kein Blatt vor den Mund genommen und nebenbei noch einen kleinen Bio-Prüfungsskandal aufgedeckt. Wir haben uns mit dem neuen StuRa-Präsidenten über mehr als gängige Marinadenrezepte unterhalten, uns als bekennende Vegetarier mit einem Käseburger begnügt und uns tapfer durch eine Studie mit dem Titel «Kosten eines Universitätsstudiums» gekämpft.
Um kulinarisch zu enden: Wer in der Uni-Mensa einen Platz an der Sonne ergattert kann sich als glücklichen Studierenden schätzen. Warum das so ist, hat uns Betriebsleiter Alfred Kläger erläutert.Bon appetit!

Christoph Dubler

ZS #5/85 - 30.03.2007

Liebe Leserin, lieber Leser

Habt ihr bemerkt, dass ein paar Vandalen die Fahnen vor dem Haupteingang der Universität gekappt haben? Schnipp, schnapp, Fahne ab. Tragisch, aber es gibt Dinge an der Uni Zürich, die einiges beunruhigender sind, als ein paar durchgeschnittene Schnürchen.
Da wären einmal die Betreuungsverhältnisse, die an einigen Instituten extremst suboptimal sind. Gelinde ausgedrückt. Am Politikwissenschaftlichen Institut zum Beispiel kommen auf einen Betreuer mehr als 400 Studierende.
Aufgrund dieser Verhältnisse wurde von einer Gruppe Politologen eine Petition eingereicht. Nicht nur in Bezug auf die Betreungsverhältnisse, sondern auch bezüglich der Besetzung vakanter Lehrstühle und des Umgangs mit Bewerbern sind die Studierenden unzufrieden. Ein Nachhaken bei Rektor Weder zeigt: Optimismus ist fehl am Platz.
Zurück zur abgeschnittenen Fahne: Es gibt Orte, an denen einem wirklich bewusst werden kann, wie lächerliche solche Aktionen und sämtliche Gedanken darüber sind.Wir haben Studenten, die sich an Projekten in Dritt-Welt- Ländern beteiligt haben,nach ihren Erfahrungen und Gedanken zu sinnvoller Entwicklungshilfe befragt.
Und bevor ihr aus Langeweile zu Fahnenaktionen schreitet - geht in den ASVZ, gründet eine Band oder schaut fern!

Stefanie Ziegler

ZS #4/85 - 15.12.2006

Liebe Leserin, lieber Leser

Der erste Schnee ist endlich gefallen, die Ferien stehen vor der Tür. Damit stellt sich auch schon unsere Duel Frage: Klassisch auf dem Davoser oder modern per Bob durch den Winter (S. 15)?
Wer schon jetzt Erholung im hektischen Uni Alltag braucht, kann sich auch in die neugestalteten Räume des Uni Turms zurückziehen, wo man die Kunst von Karin Suter bewundern kann. Wie es zur Wahl ihres Gestaltungsvorschlags kam,scheint niemand zu fragen (S. 3).
Dem Phänomen der Blog-Welle, mit der das Internet in jüngster Zeit unaufhaltsam überflutet wird, widmet sich unser Titel-Thema. Mit einer kulturwissenschaftlichen (S. 8) und einer publizistikwissenschaftlichen (S. 9) Perspektive werden zwei verschiedene Möglichkeiten herangezogen, um die Erscheinung Blog zu analysieren.
Weg von der digitalen Welt gehts in die Poesie, besser gesagt in deren Wiederbelebung durch gekonntes und mitreissendes Vortragen. Ein Bericht vom ersten Student Slam im bqm bringt es uns näher und zeigt: Poesie wird nie altmodisch (S. 10).
Treue Leser seien mit dieser unserer letzten Ausgabe für dieses Semester mit reichlich Lesestoff versorgt, wir ziehen uns in den verdienten Winterschlaf zurück und wünschen frohes Schneegestöber!

Alicia Solis

ZS #3/85 - 17.11.2006

Liebe Leserin, lieber Leser

Wer einmal dort war, der vergisst es nicht! Wo, ist ziemlich egal, denn jedes Land und jede Stadt eignen sich für ein unvergessliches Jahr, sofern sie über eine Uni verfügen und ausländische Studenten mit offenen Armen empfangen.
Der Schlüssel dazu lautet Erasmus. Dieses Austauschprogramm ermöglicht Studierenden in verschiedenen europäischen Städten ein oder zwei Semester zu studieren. Erasmus ist das Thema dieses Hefts, und wir informieren euch über Hintergründe,Schwierigkeiten und unterschiedliche Erfahrungen. Eins sei hier schon verraten: Erasmus gehört zum Studium dazu und ist eine äusserst genussreiche Sache.
Die Förderung der Lehrqualität an der Universität ist immer wieder ein Thema. Die «Credit Suisse» hat beschlossen, die Lehre mit einem Honorar zu unterstützen.Weshalb der StuRa jedoch gegen dieses Angebot gestimmt hat, wird auf Seite 3 erläutert.
Eine Austellung in der Shedhalle in Wollishofen nähert sich dem Thema Migration in der Schweiz von eher artistischer Seite. Anlässlich dieser Austellung versuchte die Studentin Valerie Thurner herauszufinden, worin die Logik bei der Farben- und Buchstabenwahl auf den Ausländerausweisen eigentlich liegt. Und weil draussen vor dem Fenster der Redaktion die Blätter so schön golden leuchten, streiten wir uns im Duell über Sinn und Unsinn des Herbstes.

Stefanie Ziegler

ZS #2/85 - 02.11.2006

Liebe Leserin, lieber Leser

Alle Jahre wieder: Zu tausenden wuseln sie rund um die Baulichkeiten der Universität. Das Wintersemester hat begonnen und mit seinem Start haben etliche Frischlinge den Gang in Richtung Bologna gewagt, während mindestens so viele noch gen Lizenziat steuern.

Und immer wieder was Neues zum Semesterbeginn: Das von der Uni–Leitung eingeführte Pendelfenster entpuppt sich (wie gewarnt und erwartet) zur Farce: In der neu eingerichteten Pendelzeit hat keine Sau zu pendeln! Das Dach der Polyterasse ist noch immer eine Baustelle. Dafür ist der Uni-Turm (geilste Sicht auf Zürich!) nun zum halböffentlichen Raum mutiert: Ein weiterer CAB–Bereich (come and be) lädt ein, die geburn-outete Studentenseele gesund zu wellnessen. (Das Restaurant ist leider nur dem Mittel- und Oberbau zugängig.)

Wir von der ZS haben uns von der feminisierten Schreibweise verabschiedet (S. 9) und tragen den Geschlechterkampf fortan in der Küche aus (S. 15). Ersteres hat lange zu reden gegeben. Eure Meinung dazu interessiert uns!

Ins frische Studienjahr gehört kräftig reingefeiert. Wir haben in der letzten Ausgabe darüber gestritten. Nun ist alles klar: Wir schwofen uns zu «The Roots» locker. Und ihr mit uns, falls ihr zu den Glücklichen gehört (S.5).

Florian Frey

ZS #1/85 - 13.10.2006

Liebe Leserin, lieber Leser

Danke und Tschüss! Oder auch nicht – obwohl hoch und heilig versprochen halten die beiden am meisten Zirrhose-gefährdeten ZS-Lebern ihre Klappe n immer noch nicht.
Wegen unterschiedlichen,durchaus auf mitfühlendes Verständnis stossenden, Absenzen (siehe zum Beispiel Seite 16) dürfen, vielmehr müssen wir, direkt aus der Versenkung des vorzeitigen Ruhestands nochmals ran und zur Ehrerrettung des traditionsreichsten Blattes der Universität Zürich beitragen. Also haben wir unsere von Gicht gezeichneten Glieder erneut an die Tastatur gehievt und eröffnen die erste ZS des neuen Semesters, des 85. Jahrgangs. Für viele unter Euch ist es wahrscheinlich das Erste, für uns hoffentlich eines der Letzten.
Denn eine dreistellige Semesterzahl kann nicht unser Ziel sein, also gehen wir mit einem lachenden und einem weinenden Auge von dannen und überlassen das Feld jüngeren, unverbrauchteren, besser aussehenden und gesünderen
Journalismus-Talenten.
Wir werden der Alma Mater erhalten bleiben als notorische Nörgler und vorsintflutliche Lizentiats-Absolventen in spe. Als letzte Sünde hinterlassen wir wie alle schlechten Regierungen einige unvollendete Reformen und nennen diese Zeitung so, wie es eingefleischte Leser schon immer getan haben: ZS.

Vanessa Geourgoulas und Manuel Wirz