Dominion
Internetradio
Auch als adliger Grundherr fängt die Karriere hier ganz unten an. Bei Dominion beginnt jeder trotz Titel mit läppischen sieben Kupfermünzen und drei Schrebergärten, genannt «Anwesen». Das Spiel erinnert an Magic, welches uns aus den Jugendjahren noch bekannt sein dürfte. Es gilt, sich einen möglichst passenden Stapel von Spielkarten zusammenzustellen. Aber im Gegensatz zu den sackgeldvernichtenden Fantasy-Sammelkarten sind im Kaufpreis von knapp 50 Franken bereits alle Karten für zwei bis vier Spieler enthalten. Pro Spiel werden zehn verschiedene Karten benutzt. In der etwas grossen Schachtel befinden sich aber deren 24. So ergeben sich jede Menge inviduell gestaltbarer Spielsätze. Aus Kupfer wird Gold, aus den Anwesen Herzogtümer. Dazu gesellen sich Bewohner vom Bürokraten bis zur Hexe oder neue Gebäude von Bibliothek bis Kerker, alles käuflich, das entsprechende Spielgeld vorausgesetzt. Kommt das Hofleben in Fahrt, zahlt sich ein gut abgestimmter Kartenstapel aus und der zum Sieg benötigte Grundbesitz wächst immer schneller. Einzig das Mischelpech kann dem Glück noch im Wege stehen. Sind alle Provinzen verkauft, gewinnt der Spieler mit dem grössten Grundbesitz. Siegbringende Strategien können nicht kopiert, sondern müssen immer wieder neu gewählt werden. Sollte die Originalität damit nicht gestillt sein, stehen im Internet hunderte weiterer Karten zum Selberausdrucken bereit. Nachdem das Kartenspiel vom Hans im Glück Verlag einige Jahr lang als Geheimtipp bekannt war, wurde Dominion kürzlich zum Spiel des Jahres 2009 gekürt und neu aufgelegt. Neu hinzugekommen ist zudem eine auch einzeln spielbare Erweiterung mit zusätzlichen Aktionskarten.
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