Pool: No Water
Der StuRa vertritt studentische Anliegen in über 30 Uni-Kommissionen. Da wird einiges entschieden, was auch die 90 Prozent interessieren dürfte, die sich nicht an den StuRa-Wahlen beteiligt haben.
Eine Gruppe alter Freunde erzählt aus ihrem Künstlerleben: Der Einladung einer gemeinsamen Freundin folgend beschliesst die Gruppe, diese in ihrer luxuriösen Villa mit Pool zu besuchen. Alle sind Künstler, doch nur die Gastgeberin, «sie», hat es wirklich zu etwas gebracht. Gemeinsam lassen die Freunde am Pool der Künstlerin trinkend und feiernd die alten Zeiten wieder aufleben, als sich plötzlich ein schrecklicher Unfall ereignet und die Künstlerin ins Koma fällt.
Der langjährige Neid auf den Erfolg der Freundin fördert die «wahren» Gefühle der anderen zu Tage. Schnell glauben diese, den Nutzen der neuen Situation für sich zu erkennen. Sie entwickeln ein Kunstwerk, welches in Form von Photographien eine Dokumentation über den Krankheitsverlauf der Verunglückten darstellen soll.
Gleichzeitig geniessen sie deren Luxus, lassen ihre Körper von Poolboy, Personal Trainer und Koch wieder in Form bringen und schwelgen in der Vorstellung, durch das entstehende Projekt in die Fussstapfen der Künstlerin treten und dadurch ebenso viel Ruhm ernten zu können. Doch als die Künstlerin unerwartet wieder das Bewusstsein erlangt, ist nicht nur der Traum vom grossen Erfolg dahin.
Mit Humor und Zynismus beschreibt Mark Ravenhill (1966) das Milieu einer sehr mittelmässigen Möchtegern-Kunstszene. Dabei operiert er mit allseits bekannten Klischeevorstellungen, hinterfragt auf dieser Folie die Wahrhaftigkeit freundschaftlicher Werte und entlarvt dabei den Einzelnen in seiner sozialen und künstlerischen Begrenztheit.
Mitmachen
Was: Pool: No WaterWann: 14. Dezember 2007, 20 Uhr
Wo: Schiffbau, Halle 2
Verlosung: 3 x 2 Ticket. Sende bis zum 11. Dezember 2007 eine E-Mail mit dem Betreff «Pool» an: verlosung(at)medienverein.ch
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