Moin Moin
Die bekannte Redewendung erhält im Zusammenhang mit einer Studie der UZH eine völlig neue Bedeutung. Diese untersuchte den Zeitpunkt von Suiziden.
Leider ist er nie gedreht worden, der Film mit dem schönen Titel «Vier Fäuste für ein Hallihallo». Dabei hätte er uns wichtige Anregungen bieten können, die uns den Umgang mit Freunden erleichtert hätten. Denn eine ordentlich originelle, nicht übertriebene aber dennoch zackige Begrüssung ist die Grundlage jeder gelungenen Begegnung. Und genau damit haperts oft.
Das ungezwungen-biedere «Sali zäme» hat ebenso wie das knapp hervorgepresste «Hey hoi» oder südländisch-slicke «Ciao» (Wer will sich schon mit der Modellbezeichnung eines Mopeds begrüssen?) ausgedient. Etwas originellere Zeitgenossen versuchen sich immerhin am grossen Alpenraum-Triplet «Servus, Grüezi und hallo», während sich die Freunde der Fernsehimitation ihre Begrüssungen von Harry Hasler («Saletti zeme»), von der amerikanischen Budweiser-Bierwerbung («Whazzuuuup?») oder dem Telekolleg Latein («Salve») diktieren lassen.
Unsere nördlichen Nachbarn halten sich immerhin an den Imbissbudentitan Dittsche und unterstreichen ihre Ankunft im Freundeskreis mit «Mahlzeit!», obwohl das hanseatische Idiom eigentlich die viel schmissigere, ganztags einsetzbare Superfloskel «Moin moin!» zuliesse.
Es liegt also einiges im Argen, und nicht zuletzt deshalb werde ich den eingangs erwähnten Film selbst in Angriff nehmen und Sophie Marceau für die Hauptrolle verpflichten.
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