Madrigal
Fernando Pérez, 2007.
Es gibt sie noch: Die Filme, die man staunend und bewundernd betrachtet und sich gebannt fragt, was nun als nächstes passieren wird: Die Momente, in denen nicht die Handlung, sondern das Bild zählt – das Bild, an dem man sich nicht satt sehen kann; man möchte den Film anhalten und in Musse das einzelne Bild betrachten!
«Nicht alles ist das, als was es uns erscheint» – lautet das Credo von Madrigal, dem neuen Film von Fernando Pérez, das sich leitmotivisch durch den Film zieht und bald können weder Zuschauer noch Charaktere zwischen Schein und Sein, Realität und Fantasie unterscheiden; nachdem die eigentliche Geschichte (ein Liebesdrama) geendet hat, folgt der Roman der Hauptfigur (vordergründig eine Erotik-Trash-Story, in der die Menschen von einem giftigen Gas zur körperlichen Liebe gezwungen werden!), der die vorhergehenden Ereignisse reflektiert und am Ende ganz in Frage stellt. Wer hier noch den Überblick behalten und Wahrheit ausmachen kann, ist wahrlich zu bewundern!
Doch gerade die Vieldeutigkeit und das Spiel mit den Bildern machen den Charme von Madrigal aus. Kurz, ein kleines Kinoerlebnis aus Kuba!
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