Was bringt der StuRa?

Von Mirjam Sidler, 08. März 2008

Die alljährlichen Wahlen für den Studierendenrat der Uni Zürich stehen vor der Tür. Eine Wählerschaft ist aber kaum vorhanden, an Kandidierenden fehlt es ebenso.

  • Fischers Sorgenkind: Petkübel. (Bild: Lukas Messmer)

Vom 5. bis 16. November sind die Urnen geöffnet. Eine Tatsache, der sich nur die wenigsten Studierenden bewusst sind. Seit einigen Jahren sinkt die Wahlbeteiligung kontinuierlich. So fanden bereits im Herbst 04 nur noch in vier von insgesamt sieben Fakultäten Wahlen statt, in den darauf folgenden Jahren noch in drei. In diesem Herbst gelang es nur noch den Fachvereinen der philosophischen und der rechtswissenschaftlichen Fakultät, genügend Kandidaten zu mobilisieren. Mit Müh’ und Not reichte es in der medizinischen und der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät, in denen es nun zu einer stillen Wahl kommt. In der mathematisch-naturwissenschaftlichen Fakultät bleiben mangels Kandidaten drei Sitze vakant.
StuRa-Präsident Stefan Fischer bedauert dies, sorge doch der StuRa für eine gute Vernetzung der einzelnen studentischen Organisationen. «So finden zum Beispiel am Rande einer Sitzung der FVmed und FV Vetsuisse, wo sie Synergien nutzen könen. Oder es wird die ‹Summerbar› als Projekt des StuRa unter Beteiligung vieler Fachvereine aufgezogen», so Fischer. Weitere aktuelle Projekte sind die geplante Lehrveranstaltungsbeurteilung, welche die Lehre an der Uni Zürich evaluieren soll und die Öffnung des Balkons Uniturm für Studenten. Ausserdem schickt der StuRa Abgeordnete in zahlreiche Unikommissionen. Für Fischer ein wichtiger Bestandteil: «So kann der StuRa Informationsflüsse gewährleisten und zugleich die Unileitung regelmässig an die Studierenden erinnern und auf deren Bedürfnisse aufmerksam machen.» Dies sei eine der Hauptaufgaben des StuRa. Die Kommunikation mit den offiziellen Stellen müsse verbessert werden, denn das Bewusstsein der Unileitung für motivierte Studierende, welche sich gerne einbringen würden, sei gering. Als Paradebeispiel dafür diene die Entwicklung der neuen Petsammelstellen, amüsiert sich Fischer. In der Anfangsphase waren diese nichts weiter als zu gross geratene Abfallkübel mit eingraviertem PET-Schriftzug. Dann wurden diese schwarz eingefärbt, konnten die Aufmerksamkeit der in Gedanken versunkenen Studierenden aber immer noch nicht erregen. Nach unzähligen irgendwo im Abfallnirvana gelandeten Petflaschen kommen nun wieder die blau-gelben Klebestreifen zum Einsatz. Was der ganze Spass gekostet hat, weiss niemand so genau. «Hätte man jedoch die Leute aus dem StuRa gefragt, wäre es sicher billiger gekommen und schneller gegangen», sagt Fischer.

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