Nik Bärtschs RONIN
Konzertreihe
Der Grund, warum du bald am Montag ins Exil sollst, ist nicht die Tatsache, dass du dein Leben ändern musst, vielmehr wird da einfach hochkarätige Musik gespielt. Bandleader Nik Bärtsch (Piano), Kaspar Rast (Drums), Björn Meyer (Bass), Andi Pupato (Percussion) und Sha (Saxophon, Bass- und Kontrabassklarinette) sind RONIN und spielen jeden Montag «Ritual Groove Music» im Exil. Die Wiederholung ist das Ritual, das Ritual wird wiederholt. Dabei wird die Grenze zwischen «ernster» Musik, bei der heute keiner mehr gerade Takte und Harmonien spielt, und «Unterhaltungs» -Musik verwischt; zum Grooven sind sich RONIN nicht zu gut. Zum Glück! Genau diese Mischung aus experimentellem und eingängigem Sound macht die Band aus.
Die einzelnen Stücke heissen Module, auf ihrer Grundlage improvisieren die Musiker. Einzige verbale Kommunikation ist das «Boh!» von Pianist Bärtsch, um einen Wechsel anzukündigen. Nun müsste man vielleicht ein Musikexperte sein, um diese Musik zu durchschauen. Aber man kann auch sehr gut einfach hingehen und geniessen.
Die «Ritual Groove Music» ist das musikalische Kind von Bandleader Nik Bärtsch. In verschiedenen Formationen arbeitet er daran. Bei RONIN fliessen von Funk bis hin zu fernöstlicher Ritualmusik verschiedene Elemente darin ein. «Improvisation» hat dann nichts mit Jammen zu tun. Die vorgetragenen Stücke haben eine hochdifferenzierte Struktur. Bei der Performance entstehen schliesslich «Groovebiotope oder auch entleerte musikalische Areale von roher Poesie», wie Bärtsch auf seiner Homepage schreibt. Und dann sitzt man bald entzückt, bald erschlagen in seinem Stuhl und trinkt Bier – ein ideales Programm für den Montagabend.
Wann: jeden Montag, bis 31. Mai
Wo: Exil, 15 Franken
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