Besetzer räumen den Gummibärlisaal

Von: Lukas Messmer, Corsin Zander

, 28.11.09

Die Transparente sind mal kreativ, mal eher nicht. (Bild: Lukas Messmer)

Der Zug marschiert die Rämistrasse hinab. (Bild: Lukas Messmer)

Treffpunkt Hauptgebäude. (Bild: Lukas Messmer)

Sicher über 500 Studierende haben sich vor dem Hauptgebäude versammelt. (Bild: Lukas Messmer)

Die Protestierenden aus der Vogelperspektive. (Bild: Lukas Messmer)

Nicht genügend gross ist der Kunsthausplatz, um allen Studierenden Platz zu bieten. (Bild: Lukas Messmer)

Der Liveticker von der Besetzung des KOH-B-10, Tage 12 bis 16 und Schluss.

Tag 16 (Mittwoch, 2. Dezember)

Wir von der ZS beenden hiermit den "Liveticker".

Tag 15 (Dienstag, 1. Dezember)

Heute findet im neuen Raum von Unsereuni aus Zürich um 18:00 ein Plenum statt.

Die OrganisationHoschulAngehöriger, OHA!, hat seine erste Informationssitzung von morgen Abend zu Gunsten des Gesprächs von Herrn Fischer und Frau Aeppli mit den Studierenden verschoben. Der Rektor und die Bildungsdirektorin wollen morgen ab 18:15 Uhr mit interessierten Studierenden im KOH-B-10 diskutieren.

Tag 14 (Montag, 30. November)

19:55 Uhr

Am kommenden Mittwoch um 18:15 Uhr lädt der Rektor Andreas Fischer zusammen mit der Bildungsdirektorin Regine Aeppli im KOH-B-10 alle Studierenden zu einem Gespräch zur Finanzierung der Universität, dem Zugang zur Bildung und die Bologna-Reform ein.

An diesem Mittwoch wäre auch noch die Informationssitzung der OHA!, doch da wäre es ohnehin im Raum 103 des Deutschen Seminar zu einer Terminkollision gekommen. Wann und wo die Informationssitzung der OHA! stattfindet, ist momentan unklar.

Tag 13 (Sonntag, 29. November)

22:55 Uhr

Das Ende der Besetzung: Das Plenum hat heute beschlossen, die Besetzung des KOH-B-10 zu beenden und das Angebot der Unileitung, in den HIM-Pavillon gegenüber vom ASVZ-Schalter bei der Polyterasse umzuziehen, anzunehmen. Dort soll es in diesem Stil weitergehen wie bisher. Ausserdem veröffentlichte die Bewegung heute ein detailliertere Forderungen.

Wie die unten erwähnte OHA! heute mitteilte, gab es bezüglich der Gründungsversammlung eine Terminänderung.

Am kommenden Mittwoch treffen sich die Initianten dieser Organisation mit Interessierten um 18:00 Uhr im Begegnungsraum (Raum 103) des Deutschen Seminars.

Das Datum der eigentlichen Gründungssitzung ist noch nicht bekannt.

 

Tag 12 (Samstag, 28. November)

12:05 Uhr

Studierende des Deutschen Seminars möchten die OHA! gründen. Die OrganisationHochschulAngehöriger möchte in einen konstruktiven dialog mit der Unileitung treten. Sie zeigen zwar verständnis für die Anliegen von Unsereuni, erachten diesen Weg aber als nicht konstruktiv, die Forderungen als unklar und die Bewegung nehme lediglich eine Antihaltung ein, wie es in einem Schreiben von OHA! steht.

OHA! hat zwei Forderungen:

- Bezüglich den Studiengebühren keine Verdoppelung, aber auch keine Abschaffung. Der Status Quo soll beibehalten werden.

- Reform des Bolognasystems: Abschaffung der Präsenzpflicht und mehr Zeit für das Studium.

Sie rufen ausserdem alle Interessierten dazu auf, am 4. Dember in den Lichthof der Uni Zürich zu kommen, um da die OHA! zu gründen.

Tag 11 (Freitag, 27. November)

19:15 Uhr

Um 17:15 Uhr ist der Zug gestartet, mit dem Ziel übers Bellevue bis zum Rathaus zu gelangen und dort gegen die Erhöhung der Studiengebühren zu protestieren. Langsam bewegt er sich Richtung Bellevue, die Protestierenden stimmen in die Sprechgesänge ein.

Nachdem die Stadtpolizei heute morgen die Demonstration noch bewilligt hat, begleitet sie die Demonstrierenden. Es sind Studierenden aus allen Fakultäten auszumachen. Während sich mit den Besetzern gegen Ende Woche fast niemand mehr solidarisierte, scheint es, dass sich für eine konkrete Forderung doch sehr viele Studierende engagieren. Die angedrohte Erhöhung der Studiengebühren ist vielen ein Dorn im Auge.

 Mit dem Kopf durch die Wand - 05-03-10 09:07
 Besetzer räumen den Gummibärlisaal - 28-11-09 19:18
 Uni Zürich besetzt, Tag 8 bis 11 - 27-11-09 17:00
 «Hier ist der Veränderungsdruck kleiner» - 26-11-09 09:16
 Uni besetzt, Tag 4 bis 7 - 23-11-09 17:49
 Uni besetzt, Tag 1 bis 3 - 19-11-09 11:50

4 Kommentare:

  1. Achso, für das unten angesprochene "mehr günstigen Wohnraum für Studierende" setzt sich der StuRa übrigens seit 2 Jahren auch wehement ein, und zwar (ausnahmsweise?) ziemlich Wirksam!

  2. Liebe Oha!,

    ich gestatte mir ein Wortspiel - ich ersetzte in eurem Text alle OHA! mit StuRa:

    __________________
    Der Studierendenrat möchte in einen konstruktiven Dialog mit der Unileitung treten. Er zeigt zwar Verständnis für die Anliegen von Unsereuni, erachtet diesen Weg aber als nicht konstruktiv, die Forderungen als unklar und die Bewegung nehme lediglich eine Antihaltung ein, wie es in einem Schreiben vom StuRa steht.
    Der StuRa hat (unter anderem folgende) zwei Forderungen:
    - Bezüglich den Studiengebühren keine Verdoppelung, aber auch keine Abschaffung. Der Status Quo soll beibehalten werden.
    - Reform des Bolognasystems: Abschaffung der Präsenzpflicht und mehr Zeit für das Studium.
    ____________________

    Tatsächlich hat der StuRa ziemlich genau dieselbe Reaktion gezeigt wie OHA!, und hat auch genau diese zwei Forderungen (unter anderem, neben vegi-menüs usw.) seit 3 Jahren durchzusetzen versucht.

    Liebe OHA!, warum gründet ihr also so was neu? Ihr könntet auch im StuRa aktiver sein! Die Unileitung (EUL) trifft sich regelmässig mit Leuten vom StuRa, da könntet ihr doch auch mitreden...
    Meine Bitte also: Erfindet das Rad nicht unnötig neu, macht was konstruktiv aktiv zusammen mit Leuten aus dem StuRa! Auch wenn dieser grad Punkto Bologna bisher noch nicht viel erreicht hat, das kann ja mit aktiven Leuten wie euch noch passieren!

  3. Die 2 Forderungen von OHA bringen meiner Meinung nach 2 Hauptprobleme auf den Punkt: die Finanzierbarkeit des Studiums und Eigenverantwortung.
    Der Entscheid, zu studieren, sollte nicht an den finanziellen Mitteln scheitern und eine zu strenge Anwesenheitskontrolle ist "Kindergarten". Natürlich kommts auch auf das Fach/Seminar an. Wenn man teure Labors, etc. benutzt, dann sollten die Leute schon anwesend sein. Aber wenn man 1x arbeiten musste und 1x krank war dann sollte man nicht einfach vom Fach ausgeschlossen werden.

    @OHA: Könnt Ihr noch drei weitere Punkte auf Eure Agenda nehmen?
    -günstiger Wohnraum für Studierende (=oft grösseres Problem als die Semstergebühren)
    -Vergünstigungen im ÖV für Studierende (ab 25 Jahre ist heute nur das teure GA etwas vergünstigt, nicht aber das Zone-10-Jahresabo, etc.)
    -faire Buchpreise für Studierende (v.a. Bücher aus den USA sind teuer)

  4. "OHA! hat zwei Forderungen:
    - Bezüglich den Studiengebühren keine Verdoppelung, aber auch keine Abschaffung. Der Status Quo soll beibehalten werden.
    - Reform des Bolognasystems: Abschaffung der Präsenzpflicht und mehr Zeit für das Studium."

    Liebe OHA-Gründer!
    Ich bin BWL-Studentin und finde Eure Forderungen vernünftig und realistisch. Meine Unterstützung habt Ihr!

    Ich finde es gut, dass Ihr nicht Dinge wie "gar keine Semestergebühren" und "keine Prüfungen, da Wissen nicht messbar" fordert. Diese würden ja geradezu zu "übermässigem Pläuscheln" einladen und wären den Steuerzahlern (die den Grossteil unseres Studiums und des Unibetriebs finanzieren) gegenüber ziemlich egoistisch und respektlos.

    Deshalb finde ich es super, wenn auch Leute aktiv werden, die realistische, faire, konstruktive und vernünftige Foderungen haben!
    :-)

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