Plattentaufe von «The Sinful Saints» – wir verlosen 3 CDs!

Benjamin Lovesick, Chris Jackpot, Andy Blackhole, Juicy Peacock (Photo: PD)

Frontman Chris singt trotz Verletzung. (Photo: PD)

The Sinful Saints scheuen keine nackte Haut. (Photo: PD)
Rockige Klänge, eine Portion Sex, eine Krankenschwester und einige Narben prägten die CD-Taufe von «The Sinful Saints» am vergangenen Freitag im Abart Club. Mit «No Scar So Far» stellt die Zürcher Band ihr drittes Album vor.
In rotes Licht getaucht, erscheinen drei der vier Herren pink-schwarz gekleidet auf der Bühne. Federboas schmücken Mikrofonständer und die nackten Hälse der Musiker. Die Szenerie lässt Sündhaftes erahnen. Unbemerkt stimmen sie ihr erstes Lied an – satte Schlagzeugbeats, rockige Gitarrenriffs und raffinierte Bassfolgen erfüllen das verrauchte Abart. Begleitet von einer Krankenschwester betritt Sänger Chris Jackpot die Bühne. Sie hilft ihm aus dem Patientenmäntelchen und überlässt den frisch aus dem Krankenhaus Entlassenen der Band. Und bei dieser scheint er bestens aufgehoben. Seine rauchige, aber kraftvolle Stimme bettet sich hervorragend in die Klänge der Instrumentalisten ein. Nur die undeutliche Aussprache lässt zu wünschen übrig. Doch dies scheint die Zuschauer nicht zu stören. Unauffällig aber aufmerksam wippen sie mit, ganz vorne schwingen einige ihre Haare.
Kieferbruch und Ohrwurm
Des Drummers Oberkörper entblösst sich, des Sängers oberste Hemdknöpfe lösen sich. Der Gitarrist steckt seine Zigarette zwischen die Stimmrädchen und Bassist Andy Blackhole befreit sich von der schwarzen Federboa. «Guten Morgen, Abart!» begrüsst der Frontman die Zuhörenden und entschuldigt sich sogleich für seine mangelnde Aussprache: «Vor zwei Tagen konnte ich nur wenige Wörter lallen.» Sein neues Jahr begann mit einem Faustschlag ins Gesicht. Zurückgeblieben ist ein doppelter Kieferbruch. So beschränkt er sich schnell wieder aufs Singen. Er wagt sich in beträchtliche Höhen, und dies gekonnt. Dabei unterstützt ihn Gitarrist Juicy Peacock mit seiner klaren, reinen Stimme. Die Songs sind raffiniert, in sich abwechslungsreich und da und dort zeigt sich ein regelrechter Ohrwurm. Allesamt sind zweistimmig, was der rockigen Musik eine melodiöse Note verleiht und sie abwechslungsreicher klingen lässt. Bei «Confusion In My Soul» betritt die Krankenschwester die Bühne, nun in zivil und als Gastsängerin – ein Song mitten aus dem Herz mit ergreifenden Gesangeinlagen.
Scars for CD
Die Herren von «The Sinful Saints» überzeugen durch ihre hervorragende Bühnenpräsenz und liefern dem Publikum eine kreative Show. Zwischendurch löst der Sänger wieder mal einige Knöpfe seines Hemdes und Schlagzeuger Benjamin Lovesick befreit sich von seiner pinken Federboa. Nun sind auch die Wörter auf seinem nackten Oberkörper entzifferbar: «No Scar So Far». Die Band scheint demnach, bis anhin von Narben verschont geblieben zu sein. Nicht aber das Publikum. So werden je zwei Frauen und zwei Männer mit den schönsten Narben auf die Bühne gebeten. Die Zuschauer können durch Applaus ihre Lieblingsnarbe anfeuern und bestimmen so den Gewinner der CD «No Scar So Far», welche mit brennenden Wunderkerzen geschmückt ist. Die Ironie des Schicksals – eine Dame mit erahnenden Verbrennungsnarben gewinnt. Das anschliessende Meer von Wunderkerzen, die von der Bühne aus in die Masse verteilt wurden, bildet wohl den Höhepunkt des Abends. Des Sängers Hemd ist nun ganz offen, die Stimmung im Publikum noch ausgelassener, die Party auf der Bühne vollkommen. Ein gelungener Abend im vollen Abart mit viel Abwechslung, guter Musik, und einer erfolgreichen Taufe – ohne Narben dafür mit Kieferschmerzen.
Gewinne 3x1 CD «No Scar So Far».
www.zs-online.ch/verlosungen (Teilnahmeschluss 31.01.)

Ich möchte solch Cd gewinnen, bei solch Anlitz ;O)
Franky - Freitag, 29-01-10 12:04